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Hihawai's Bergisches Land Reiseführer


von Udo Haafke

Bergisches Land Vorstellung

Das Bergische Land

Obwohl man es vermuten könnte, der Name »Bergisches Land« hat nichts mit der landschaftlichen Beschaffenheit der Region zwischen Rheinschiene und Sauerland, zwischen Ruhr und Sieg zu tun. Wenngleich diese durchaus als sanftes Mittelgebirge bezeichnet werden darf. Immerhin erreicht der Homert als höchste Erhebung des Bergischen Landes in der Nähe von Gummersbach beachtlich 519 Meter. Nein, die Grafen von Berg waren namensgebend.

Sie lenkten seit dem 13. Jahrhundert für gut 400 Jahre die Regierungsgeschicke im Bergischen Land, zumeist vom - oberhalb der Wupper an der Stadtgrenze zwischen Solingen und Remscheid gelegenen - Schloss Burg aus, das noch heute neben dem Altenberger Dom bei Odenthal als Wahrzeichen des Bergischen Landes gilt. Charakteristisch für das Bergische Land sind vor allen Dingen die vielen Wasserwege, die alle Richtung Westen, zum Rhein hin fließen und an unterschiedlichen Orten zu Talsperren aufgestaut sind. Sie dienen somit als wichtige Wasserspeicher für das Land Nordrhein-Westfalen, gleichzeitig aber auch als entspannte Freizeitgebiete.

Von Niederberg mit dem Kreis Mettmann im Norden aus erstreckt sich das Bergische Land über das Bergische Städtedreieck mit den größeren Städten Solingen, Remscheid und Wuppertal über den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis bis hinunter zum angrenzenden Rhein-Sieg-Kreis. Liebliches Dorfidyll mit teilweise verschieferten Fachwerkhäusern wechselt sich dabei mit weitläufigen Forstgebieten und landwirtschaftlich genutzten Flächen in mal sanft, mal stärker gewellter Hügellandschaft ab.

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Bergisches Land Orte

Bergisch Gladbach

BERGISCH GLADBACH

Seit dem Jahr 1977 darf sich die - östlich von Köln und Leverkusen liegende - Kreisstadt Bergisch Gladbach mit berechtigtem Stolz als Großstadt bezeichnen. Durch die kommunale Neugliederung innerhalb Nordrhein-Westfalens, die zum 1. Januar 1975 in Kraft trat, gesellte sich zum Stadtgebiet Bergisch Gladbachs die Stadt Bensberg hinzu sowie die Dorfgemeinde Schildgen, damals noch Teil Odenthals.

Obwohl die Gründung der Siedlung Gladebag bis auf das Jahr 1271 zurückreicht, gab es aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge die ersten Siedlungsformen schon unmittelbar nach Beginn der neuen Zeitrechnung. Der Namenszusatz BERGISCH erscheint erstmals 1848 auf einem Stempel der zu dieser Zeit noch bedeutungsvollen Post. Mit dieser Maßnahme vermied man Verwechslungsmöglichkeiten mit der Stadt München-Gladbach am linken Niederrhein. Acht Jahre später werden dem 5000 Einwohner zählenden Ort die Stadtrechte verliehen und 1863 manifestiert sich der Name Bergisch Gladbach dann ganz offiziell. Die Stadt bildet nun das lebhafte Verwaltungszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Bedingt durch die geschichtliche Entwicklung verfügt Bergisch Gladbach gleich über zwei Rathäuser. Während das eine, das Historische am Konrad-Adenauer-Platz in der Stadtmitte, mit einer dem Stil der Renaissance nachempfundenen filigranen Fassade aufwartet, war und ist das andere, das Moderne in Bensberg, ein steter Stein des Anstoßes. Der Entwurf des bekannten rheinischen Architekten Gottfried Böhm sieht das gewagte Zusammenspiel der mittelalterlichen Bensberger Burg mit einem Beton- und Zementkonstrukt vor, das ein mächtiger Treppenturm überragt, welcher wiederum tolle Aussichten beschert. Der Volksmund hatte für den Beamtenbunker schon bald die spöttische Bezeichnung »Affenfelsen« parat.

Umgeben von einigen alten Fachwerkhäusern und kleinen Gassen liegt in der Nähe das sehenswerte Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe mit einem weitläufigen Freiluftbereich. Und nicht viel weiter ragen die Türme des Schlosses Bensberg in den Bergischen Himmel. Das heute als luxuriöses Hotel- und Veranstaltungszentrum genutzte, strahlend weiße Gebäude im venezianischen Stil stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und diente ursprünglich als Jagdschloss des Kurfürsten Jan Wellem. Rund um den Konrad-Adenauer Platz indes befinden sich in einem heimeligen Parkgelände die Villa des bekannten Industriellen Zanders, einst wichtiger Arbeitgeber in der Stadt, der hier seine Sammlung zur Geschichte des Papiers aufbewahrt, und das architektonisch ebenfalls nicht ganz unumstrittene, rot verkleidete Bürgerhaus Bergischer Löwe. Mit dem Thema Papier befasst sich zudem das Papiermuseum Alte Dombach. In der ehemaligen Papiermühle an der Strunde aus dem Jahr 1614 kann man selbst noch beim Papier schöpfen Hand anlegen.

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