Der historische Halberg

Der Besuch des kleinen Hügels mit dem weit sichtbaren Sendemast führt gleich an mehreren Sehenswürdigkeiten und Zeitzeugen aus den verschiedensten Jahrhunderten vorbei. Am besten kombiniert man den Besuch mit einer kleinen, ca. 2-stündigen Wanderung. Startpunkt ist der Parkplatz vor dem Torhaus von Schloss Halberg. Der Weg führt links in den Wald hinein. Durch herrliche Kastanienwälder geht es einmal fast ganz um den Hügel herum, bis man hinter den Bäumen die Türme von Rathaus und Johanneskirche erspähen kann.

Gleich darauf zweigt ein Weg links ab und führt den Wanderer zur Mithras-Grotte. Römische Soldaten trafen sich hier im Geheimen, um ihrem Gott Mithras zu huldigen. Davon zeugen heute die – natürlich nachträglich - aufgestellten Säulen und ein Hinweisschild. Spätestens nachdem Bischof Arnualdus, nach dem der Stadtteil Sankt Arnual benannt ist, hier im 7. Jahrhundert vorbei kam und den Heiden predigte, geriet die Höhle in Vergessenheit und stürzte ein. Einige Meter weiter taucht rechts, unterhalb des Weges ein großer Bunker auf. Links vor dessen Eingang auf dem Boden ist - vor Moos und Laub kaum noch zu erkennen - das Denkmal des guten Mottel: ein verwitterter Sandsteinblock erinnert an den Tod des guten Mottel. Wer er war und warum ihm ein Denkmal gesetzt wurde, ist nicht überliefert. Der einzige Hinweis findet sich im Zivilstandsregister: die Sterbeurkunde des Model Marx Cahen. Dieser fiel beim Tränken seiner Pferde ins Wasser der Saar und ertrank.

Den Bunker, ein Überbleibsel des Westwalls, kann man natürlich nicht betreten. Seine Sprengung - und die der 17 anderen am Halberg befindlichen Kriegsfestungen - verhinderte der französische Militärgouverneur, der nach Kriegsende seinen Sitz auf Schloss Halberg bezogen hatte. Zurück geht es durch den Wald über den Parkplatz zum gerade erwähnten Schloss. Bauherr war der Hüttenbaron Carl Ferdinand Stumm im Jahre 1877. Die vorwiegend im neugotischen Stil erbaute Anlage umfasst Park, Beamten- und Torhaus sowie das eigentliche Schlösschen. Heute beherbergt Schloss Halberg Teile des Saarländischen Rundfunks.

Am Ende des Schlosshofes befindet sich ein kleiner Obelisk. Hier befindet sich das Grab des Fürsten Heinrich von Nassau-Saarbrücken, dessen einziger Wunsch es war, das "Wohl seiner Untergebenen befördern zu können". Er wuchs im 18. Jahrhundert in Saarbrücken auf. Nach der Besatzung durch französische Truppen trat er seine Regentschaft im Jahre 1794 als Fürst ohne Land an. Er starb mit 29 Jahren auf Schloss Cadolzburg bei Ansbach durch einen Sturz vom Pferd. 1976 überführte der "Freundeskreis Erbprinz Heinrich" seine Überreste ins Saarland, und entsprach so - nach knapp 200 Jahren - seinem letzten Willen.

Torhaus von Schloss Halberg
Adresse dieser Sehenswürdigkeit:
Halberg, Saarbrücken
Öffnungszeiten: 24 h
Zur Zeit dieser Recherche kostenlos
Tags: Torhaus, Schloss Halberg, Halberg, Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken, Mithras-Grotte, Bunker, Kastanienwälder, Fürst Heinrich von Nassau-Saarbrücken

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Bildnachweis: Torhaus von Schloss Halberg, aufgenommen in Saarbruecken, von Hihawai
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